DAS KONZEPT
Andreas Woyke ist ein ständig Suchender. Von Hause aus klassischer Pianist, hat er sich im Laufe seiner künstlerischen Entwicklung mit immer zunehmender Neugier und Offenheit vierschiedensten Musikrichtungen geöffnet – an erster Stelle dem Jazz, aber auch dem Rock, Soul, Funk und Ethno. Diese Einflüsse dienen als Quelle für seine Eigenkompositionen, die immer mehr und mit besonderer Wirkung zum festen Bestandteil seiner Konzerte werden. Trotz allem hat er der klassischen Musik mit ihren verschiedenen Epochen immer die Treue gehalten. Er liebt es, im Konzert Werke eines oder mehrerer Komponisten mit eigenen Stücken und Jazz zu kombinieren und dem Publikum durch die starke Wirkung beider Komponenten aufeinander ein völlig neuartiges Hörerlebnis zu vermitteln.
„Ich glaube fest daran, daß wir Musik, die 200 und mehr Jahre alt ist, heutzutage schon alleine deshalb anders als damals wahrnehmen, da unser Gehör auch neuere Musik – sowohl moderne Klassik als auch andere Stilrichtungen – gewohnt ist. Ebenso haben sich die „Werkzeuge“, die wir als Musiker heutzutage nutzen, erweitert. Natürlich gibt es historische Instrumente und damit ist uns die Möglichkeit erhalten geblieben, Musik von Bach oder Mozart so zu interpretieren, wie sie möglicherweise damals geklungen hat. Aber wir haben eben auch moderne Instrumente – angefangen vom Konzertflügel bis hin zu elektronischen Instrumenten wie dem Synthesizer – die uns neue Perspektiven im Umgang mit Musik eröffnen, die in ihrem Wesen zeitlos ist.“
Im Mozartjahr 2006 hat Woyke ein Projekt „Mozart und Jazz“ auf die Bühne gebracht, im Jahre 2007 einen Streifzug von Bach bis Brahms, durch welchen sich die Eigenkompositionen ebenfalls wie ein roter Faden hindurchzogen. Das Projekt „Die 4 Elemente“ stellt jedem der vier Klavierstücke op. 119 von Brahms eine eigene, inmprovisierte Einleitung mit jeweils einem der vier Elemente als Thema voran.
2008 ist Woykes Solo-CD „Braiding Bach“ erschienen, in welcher er Klavierwerke von Johann Sebastian Bach mit eigenen Kompositionen verwoben hat. Und zum Haydn-Jahr 2009 hat Andreas Woyke Sonaten und Variationen von Joseph Haydn mit seinen eigenen Kompositionen in einem Programm kombiniert.