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Klangsensibilität und stilistischeFeinarbeit

Kleine Zeitung, 18. September 2009

Er lehrt seit Jahren an der Grazer Kunstuni und ist, gerade weil er zu den grossen Könnern zählt, ein Bescheidener geblieben. Andreas Woyke, gebürtiger Deutscher und längst überzeugter Wahlsteirer.

Bei seinem Soloabend im Kammermusiksaal in den von Christian Schmidt ins Leben gerufenen „musikabendenGRAZ“ wurde Woyke sowohl für drei Joseph-Haydn-Interpretationen als auch für etliche Eigenimprovisationen von einem enthusiasmierten Publikum zu Recht mit Beifall überhäuft.

Feinste Klangsensibilität einbringend, übersprang Woyke bei den subtil austarierten Sonaten in D- und in As-Dur, Hob. XVI,37 und 46 sowie den populären f-moll-Variationen und den von gestalterischem Kalkül und rhythmischer Verve geprägten Eigenkompositionen manch stilistische Hürde.

(WALTHER NEUMANN)