16 be-Flügelte Hände

oder

Schwarz-Weiß muß nicht immer STURM heißen

 

Zum guten Ton - der gute Zweck ROTARY-CLUB Bruck an der Mur

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Alexander Satz

   
Claudia Micheletti
   
Helmut Iberer
   
Janna und Christos Polyzoides
   
Markus Schirmer
   
Klaus Johns
   
Ingrid Marsoner
   
Andreas Woyke
   

 

 

Klassik, Tango, Moderne, Jazz zu 2, 4, 6, 8 ... Händen ... ?!!

 

 

Wir freuen uns, daß der Rotary-Club Bruck an der Mur dieses Projekt uterstützt. Der Clubpräsident Martin Wenzl erklärt, wem der Erlös aus den Einnahmen des diesjährigen Konzerts zukommen wird:

Nach einer vom Gemeindienstbeauftragten des RC Bruck an der Mur, PP Fritz Valesi am 3.4.2002 mit dem Gefertigten aufgenommenen Besprechung wird nachstehender Fall für die Zuweisung des Erlöses aus dem Barbara Maresch Konzert vom 14.4.2002 in der KUG vorgeschlagen:

Drei Töchter
Daniela, 24 Jahre, Studentin
Simone, 21 Jahre, Studentin
Martina, 16 Jahre, Schülerin

Der Familienvater Fritz Schweiger verstarb am 28.2.2002 im Alter von 47 Jahren an einer unheilbaren Krankheit. Er war zuletzt bei der Merkur Versicherung tätig und konnte im letzten Lebensjahr lediglich Krankengeld von der Gebietskrankenkasse beziehen.


Die 43-jährige Christa Schweiger, Witwe und Mutter der oben erwähnten Töchter leidet selbst seit 1997 an einer heimtückischen Krankheit. Sie hat mehrere Chemotherapien und Hormonbehandlungen hinter sich. Derzeit Komplikation in Form eines Lymphödems im rechten Arm.
Sie arbeitet im Kindergarten Mürzhofen als Telzeitkraft und verdient monatlich € 654,-- (=ATS 9000,--).


Der Rotary Club Bruck an der Mur bietet sich an, den Benefizerlös dieser Mutter - als Erziehungsberechtigten - zum Zwecke der Unterstützung ihrer noch in Ausbildung stehenden Töchter zukommen zu lassen bzw. zu übergeben.

 

 

Sonntag, 14. April 2002, 10.30 Uhr, Aula der Kunstuniversität Graz, Neubau, Brandhofgasse 18, 8010 Graz

 

 

 

Sonntag, 14. April 2002, 9.30 Uhr.
Soundcheck. Sind alle für die 8-händige Tarantella schon da? Und den 4-händigen Tango mit Heli sollten wir vielleicht auch nochmal machen - Spontaneität gut und schön, aber wenigstens 2 mal sollte man das Ding vor dem Konzert gespielt haben.

10.00 Uhr.
Soundcheck beendet - zumindest für mich. Zeit, noch einen kleinen Kaffee im Buffet zu nehmen. Aber wie an der Menschenmasse vorbeikommen, die sich bereits vor dem Eingang zum Saal drängt? Und was sage ich der Dame, die fragt, ob die 50 Plätze für den Bus aus Gleichenberg, der offensichtlich noch gar nicht da ist, reserviert wurden? Das soll Klaus mal selber machen - schließlich hat er die Zusage gegeben.

10.30 Uhr.
Irgendwie haben wir es geschafft, mit Hilfe von Logenplätzen auf dem Boden zumindest 95% des Publikums im Saal unterzubringen - die anderen haben noch eine Teilansicht der Bühne von der offenen Eingangstür aus. Das Konzert beginnt - Heli führt mit einer sehr persönlichen Moderation duch das abwechslungsreiche Programm:

Mozart mit Heli und Markus 4-händig, Janacek mit Ingrid, Klaus wartet mit seiner Tangopartie "Mala Junta" auf, Heli spielt Schumann und Jazz, Andreas alias Larry läßt Scarlatti hören und stellt sein neuestes eigenes Werk " Himalayan Sunrise" vor, bevor er mit Markus über eine Jazz-Improviasation in die Brazileira von Milhaud mündet und die beiden somit schwungvoll den ersten Konzertteil beenden. Pause. Sascha eröffnet den 2. Teil mit Skrjabin, Heli und Larry lassen niemanden merken, wie spontan ihr Tango noch ins Programm genommen wurde, Claudia läßt Kastln knarren mit Pauli Pampichler Pálssons witzigen Miniaturen, Janna und Christos zeigen mit Schulhoff, daß moderne Klassik nicht zwangsläufig 12-tönig sein muß, bevor Martin Wenzl, Clubpräsident des Rotary-Clubs Bruck/Mur noch einige Worte an das Publikum richtet. Den Rausschmeißer liefern zum Schluß Heli, Claudia, Markus und Larry den mit der von Klaus für 8 Hände arrangierten "Tarantella" aus dem Film "Die Legende des Ozeanpianisten", die nun keinen einzigen Zuhörer mehr auf dem Stuhl hält und ein spontandes Dacapo fordert. Standing Ovations - und wahrscheinlich das erste Konzert dieser Länge, das ich erlebt habe, in dem mindestens 3 Hände voll Kinder bis zum Schluß mucksmäuschenstill und gebannt zugehört und -geschaut haben. Eine Dame kommt auf mich zu und läßt mich wissen, daß ihre Klavierschüler "Himalayan Sunrise" spielen wollen. Werde ich es vielleicht wirklich irgendwann niederschreiben? Oder überlasse ich diese Arbeit vielleicht doch lieber dem Transkripteur des "Köln Concert" von Keith Jarrett?

14.00 Uhr.
Die hervorragende Küche des Heurigen Jöbstl wartet auf 8 Pianisten mit Bands und Anhang. Dem Genuß der Kunst muß der des Leiblichen folgen - ein ungeschriebenes Gesetz! Im gemütlichen Beisammensein klingt der für alle unvergeßliche Vormittag aus.

 

 

 

 

Robert Schober, Sekretär des Rotary-Clubs Bruck an der Mur, im Wochenbericht des Clubs:

Zum Konzert vom 14.4.2002:
Auf dem besten Weg, zu einer ständigen Einrichtung zu werden, ist das von den ProfessorInnen der Kunstuniversität Graz veranstaltete Barbara Maresch Konzert, welches die Erinnerung an eine liebenswerte, vor 2 Jahren verstorbene Kollegin lebendig erhält. Diesmal ließ das Professorenkollegium, initiiert von Prof. Helmut Iberer und Claudia Micheletti, den Erlös dem Sozialprojekt unseres Clubs zukommen, wofür auch an dieser Stelle noch einmal gedankt werden soll. Alle Informationen zu dieser beispiellosen Konzertveranstaltung, die Ausführenden und unserem Projekt können im Internet unter www.andreas-woyke.com/mareschkonzert2002 abgerufen werden.

Die Matinee stand solcherart unter den beglückendsten Vorzeichen. Der weltweit anerkannte Skrijabin-Interpret Alexandr Satz bestätigte seinen singulären Rang, der in den Konzertsälen Europas beheimatete Markus Schirmer (RC Graz-Zeughaus) trat wie die in Wien und den Bundesländern schon etablierte junge Pianistin Ingrid Marsoner (mit einer Janacek-Komposition) solistisch in Erscheinung, ebenso die - ihre Wurzeln in Bruck habenden - Pianisten Claudia Micheletti und Helmut Iberer. Glasklar und analytisch der Vortrag von Andreas Woyke, dessen Homepage oben bereits vorgestellt wurde. Besondere Freude bereitete es dem Clubpräsidenten, das virtuose Spiel des Geigers Christos Polyzoides, in einer zeitgenössischen Violinsonate von seiner Tochter Janna begleitet, (wieder-) zu hören. Aufse-hen zog das vom Pianisten Klaus Johns betreute Tango-Ensemble "Schlechte Gesellschaft" auf sich (Besetzung: Klavier, Akkordeon, Violine, Violoncello).

Das hingerissene Publikum der übervollen Aula bedankte sich mit stehenden Ovationen, der Rotary Club Bruck an der Mur dankte den Besuchern in einer kurzen Dankadresse des Präsidenten für die Spendenfreudigkeit.

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