projekt

programm

künstler

plakat

zweck

termin

resümee

mareschkonzerte

projekte

HOME



Im Frühjahr 2001 fand in der Aula der Kunstuniversität Graz eine Matinee statt, die von einer Handvoll Pianisten in Eigeninitiative zum Gedenken an ihre ein Jahr zuvor unerwartet verstorbene Kollegin Barbara Maresch veranstaltet wurde. Die Grundidee war, ein Zeichen zu setzen, das diese liebe Kollegin in Erinnerung behält und dies mit einem stilistisch vielseitigen Programm und möglichst vielen Mitwirkenden zu tun.
Aufgrund des großen Anklangs des Konzerts und der regen Nachfrage nach einer Neuauflage beabsichtigen wir, diesen Event unter diesem Motto regelmäßig mindestens einmal jährlich durchzuführen. Der Erlös jedes Konzertes soll für einen guten Zweck gespendet werden.

übersicht


Klassik, Tango, Moderne, Jazz zu 2, 4, 6, 8 ... Händen ... ?!!
Wie immer wurde das Programm erst während des Konzerts offenbart - die einzelnen Programmpunkte lassen sich im Resümee nachlesen.

übersicht


Otto und Joanna Niederdorfer, Eike Straub, Ingrid Marsoner, Claudia Micheletti, Ruriko Tanaka-Kern, Michael Wasserfaller, Jörg-Martin Willnauer, Helmut Iberer, Klaus Johns, Andreas Woyke, Manfred Temmel (g), Patrick Gampp (b)

übersicht



Großansicht

übersicht


Die Spenden des diesjährigen Konzerts kommen der 13jährigen Fatima Algader und deren Familie zu. Das Mädchen leidet unter dem sogenannten Apallischen Syndrom, eine Art Wachkomazustand, und braucht daher 24 Stunden am Tag intensive Pflege und Aufmerksamkeit. Die Spende soll der Familie die Möglichkeit bieten, eine(n) Pfleger(in) für das Mädchen zu engagieren.

übersicht


Sonntag, 6. April 2003, 10.30 Uhr, Aula der Kunstuniversität Graz, Neubau, Brandhofgasse 18, 8010 Graz

übersicht



übersicht


27. März 2003


19.30 Uhr. Anruf bei Claudia, um das geplante Treffen bezüglich letzter Vorgespräche für das Barbara Maresch Konzert abzusagen. Kopfschmerzen. Streß laß nach ...

21. Uhr. Claudia, Klaus, Heli und Otto sehen voll Verzückung einen abgekämpften Larry in das Lokal "Weininsel" hineinwanken, der zwar immer noch Kopfschmerzen hat, sich aber doch noch hat motivieren können, zu kommen. Und die überaus sympatische Chefin der Weininsel hat natürlich das perfekte Mittel parat, das die cerebrale Pein augenblicklich vergessen läßt – Dank sei Zweigelt, dem Pianistenwein.

Überall auf dem Tisch liegen Plakate herum – und nicht nur Larry selbst, sondern auch die andern klopfen ihm auf die Schulter. Der Entwurf ist gelungen – und die Grafikerkosten haben wir uns gespart.

Programm machen. Straub und Wasserfaller: Jazz. Johns und Iberer: Tangos. Micheletti und Tanaka: La Valse. Niederdorfers: 4-händig und solo. Willnauer: 2 bis 3 eigene Stückln. Marsoner: Schubert. Aber sie weiß noch nicht, ob sie überhaupt mitmacht, weil sie einen Abend vorher Bartok-Konzert zu spielen hat und dann wahrscheinlich total geschafft sein wird. Hach nee ...

Woyke und Band: Bach und eigene Ballade. Und noch was Eigenes. Könnte man mit Heli zusammen in der Pause machen, um die Leute wieder reinzuholen. Wenn Larry nur einmal Titel für seine Stücke einfielen ... "Ichhabdasoneharmoniefolgeinamolldiekönntenwirzusammenmachen" wirkt als Songtitel nicht gerade reißerisch. Egal. "Harmoniefolge" – dieses Etikett wird dem Phantom von einem Musikstück von nun an auf ewig anhaften.



31. März 2003


11 Uhr. "Hosd die Cedee mit? Sog ned du hosd vagessn" hör ich ihn sagen. Ich hab sie vergessen – aber gottseidank ist Heli bekanntermaßen ebenfalls ein Meister der Improvisation – und so reicht es, ihm die "Harmoniefolge" einmal vorzuspielen.



4. April 2003


Anruf bei Manfred alias Speedy. Morgen um 2 Probe. Keine Ahnung, wann wir dran sind, aber seids mal um 2 da, dann schaumer weiter.



5. April 2003


14 Uhr. Außer Larry und seiner Band niemand da. Super – dann haben wir ja genug Ruhe zum Proben.

14.30 Uhr. Alles paletti. "Hast mein sms gekriegt?" fragt Claudia sofort, nachdem sie den Saal betritt. "Nö" muß ich erwidern. "Probe für Tarantella um 7 heut abend". "Ach so?" Na gut – vertschüssen und nochmal wiederkommen. Vorher noch Lisbeth vom Bahnhof abholen. "Mußt du aber nicht, ich kann auch mit der Bahn kommen ..." Mmm, würd ja schon gern ... befürcht nur, es geht sich nicht aus ....

19 Uhr. Tarantella-Probe. 4 Pianisten mit ihren Schrullen unter einen Hut bringen - Flöhe hüten ist wohl ein Kinderspiel dagegen. Ein untröstlicher Eike sieht sich mit der Situation konfrontiert, statt mit der grazilen Claudia mit dem ... nunja ... etwas stabileren Larry den Flügel teilen zu müssen. Den ganzen Tag Theorie für den Flugschein büffeln und dann noch das – neenee, Männer haben’s schwer ... oder sie sind es.
Langsamer Durchlauf. Schneller Durchlauf. Ein paar Stellen gecheckt. Nochma durchspielen? Nee, warum auch? Groove halten, nicht laufen und paßt scho. Viertel = 144 – pfeif drauf. Hauptsache, das Ding fährt.

Die Tür öffnet sich. Ein kreideweißes Gesicht mit rotem Haarschopf erscheint. Ingrid bestätigt ihre Absage. "I bin müd und i waaß ned was i spün soll" ... – weia, no comment!



6. April 2003


10 Uhr. "Naja, einmal sollten wir’s vielleicht doch probiert haben vor’m Konzert". Die schon traditionell gewordene Spontaneität von Heli und Larry vor einem gemeinsamen Auftritt setzt sich fort. "Eh alles klar, gell?"

Es bedarf nicht mal des Busses aus Gleichenberg, der letztes Jahr Entschiedenes zum Publikumsandrang beigetragen hat. Die Hütte ist auch so um 10.15 bereits voll, wenngleich wir die Gleichenberger gerne wieder willkommen geheißen hätten.

10.30 Die schon einzigartig gewordene Atmosphäre des Mareschkonzerts liegt erneut in der Luft – nicht zuletzt dank Helis Moderation, die ebensowenig wegzudenken ist wie die –zig provisorischen Plätze in der restlos überfüllten Aula.

Ehepaar Niederdorfer entführt in die exotische Welt der ungarischen Tänze von Brahms, Michael und Eike bekunden mit Michaels jazzigen Eigenkompositionen ihr freundschaftliches ehemaliges Lehrer-Schüler-Verhältnis, Otto liefert einen eindrucksvollen Solo-Beitrag mit Chopin und Skrjabin, bevor Klaus und Heli einmal mehr eine Kostprobe ihres harmonischen Zusammenspiels mit Tangos geben.
Die "Harmoniefolge" mit Heli und Larry – zwischenzeitlich auch unter dem Titel "Outbreak" gehandelt - gelingt zu einer sehr inspirierenden Einladung in den zweiten Teil des Konzerts, den Jörg mit einer massiven Solidaritätsbekundung mit den männlichen Emanzipationsopfern fulminant einleitet. Sein "Ave Josef" ist einer von 3 Beiträgen, die die Lachmuskeln des Publikums aufs Äußerste strapazieren.
Aber es wäre nicht das Mareschkonzert, wenn solch ausgelassene Programmpunkte nicht unmittelbar neben besinnlich-meditativen Stücken stehen könnten: Die folgende, ausgesprochen ruhige Bach-Sarabande, die in Larry’s eigene, stimmungsvolle, gemeinsam mit Speedy und Patrick gespielte Ballade "Secret Revelation" mündet, beweist dies – und mit einem Mal ist der Saal von einer Stille erfüllt, die das Fallen einer Nadel hörbar machen könnte.
Einem zweiten Tango-Block von Heli und Klaus folgt der letzte Programmpunkt des offiziellen Teils – eine kraftvolle und farbige Version von Ravel’s "La Valse", gespielt von Claudia und Ruriko.

Nach diesem effektvollen "Rausschmeißer" läßt das Publikum die Musiker nicht ohne Zugabe gehen – und mit der "Tarantella" aus dem Film "Die Legende des Ozeanpianisten", von Klaus für 4 Pianisten an 2 Flügeln arrangiert, bedanken sich Otto, Claudia, Larry und Eike im Namen aller Künstler für die begeisterten Standing Ovations des Punblikums. Und der anhaltende Beifall nach dieser Nummer zeigt, daß sie nichts von ihrer faszinierenden Wirkung verloren hat, die sie schon im letzten Mareschkonzert auf die Zuhörer ausgeübt hat.

13.45 Uhr. "Schauma, daß ma zum Laufke kommen – der hat nur bis halb 2 warme Küche und jetz is dreiviertel!" Na dann aber schnell! ...

übersicht