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der besondere anlass

Das diesjährige Barbara Maresch-Konzert widmen wir einem lieben Kollegen, der einen äußerst beträchtlichen Anteil an der Enstehung und Aufrechterhaltung dieses Events hat und dessen plötzlicher Tod im Oktober 2004 in uns allen Betroffenheit auslöste: Klaus Johns.

Als Pianist, Komponist, Arrangeur und wandelndes Tango-Archiv hat er uns ebenso bereichert wie als Mit-Initiator des Mareschkonzerts, Organisator und kauziger Schmähführer. Nicht zuletzt dank seines unverwechselbaren Charakters bekam das Konzert diese einzigartige Atmosphäre, die seit Jahren jedes Frühjahr für einen Sonntagvormittag die Aula der Kunstuniversität erfüllt. Klaus' Tod hat ein großes Loch in unsere Gruppe gerissen und wir möchten uns mit diesem Konzert - auch, wenn es als Barbara Maresch Konzert durchgeführt wird - speziell bei ihm für alles, womit er sich eingebracht hat, bedanken.

Wie alle, die ihn gekannt haben, wissen, hat Klaus mit seiner Musik pure Lebensenergie und -freude vermittelt - und dies wollen wir in seinem Sinne trotz des traurigen Anlasses auch an diesem Vormittag tun.

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das projekt

Im Frühjahr 2000 verstarb nach kurzer schwerer Krankheit unerwartet unsere Kollegin Barbara Maresch. Als ehemalige Studentin der Musikhochschule Graz und fulminante Pianistin war sie an der Abteilung Tasteninstrumente als Lehrerin für Klavier und Klavierpraxis sowie als Professorin am Gymnasium tätig. Feingefühl, Hilfsbereitschaft und Forscherdrang zeichneten diese liebe Kollegin aus.

Nach ihrem Begräbnis wurde die Idee geboren, Frau Maresch nicht nur in persönlicher Erinnerung zu behalten, sondern dies in Form eines Gedenkkonzerts zu tun, welches im Frühjahr 2001 in der Aula der Kunstuniversität Graz als Matinee veranstaltet wurde. Dieses Konzert fand derart großen Anklang, daß im Laufe kürzester Zeit rege Nachfrage nach einer Neuauflage aufkam. Seither ist der Event unter diesem Motto bereits ein bestehender Fixpunkt im Frühjahr jedes Jahres.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Klavierabenden bzw Matineen lebt das Barbara Maresch Konzert von der Spontaneität, der Interaktion und der Improvisation. Eines der wichtigsten Charakteristika des Jazz - nämlich die Tatsache, daß trotz fester Ensembles beinahe jeder mit jedem spielt - ist auch besonderes Merkmal unseres Konzerts. Feste Klavierduos wechseln sich mit spontan gebildeten Ensembles und Solodarbietungen ab. Auch stilistisch setzen wir uns keine Grenzen. Alle klassischen Epochen von Barock bis Moderne finden sich ebenso wie Jazz, Improvisation, Tango oder sonstige stilübergreifende Formen (Crossover). Grundsätzlich steht das Klavier im Mittelpunkt, aber auch Kammermusik und Aufritte mit Bands gehören mitunter zum Programm. Daß Programmpunkte buchstäblich in letzter Minute noch in den Ablauf hineingenommen werden, ist keine Seltenheit, wie sich in den Resümees nachlesen läßt. Es gibt kein gedrucktes Programm - das Konzert wird persönlich moderiert.

Eine weitere Besonderheit dieses Events ist der finanzielle Aspekt: Seit der ersten Veranstaltung fließen die Einnahmen jedes Konzerts einem guten Zweck akuten Bedarfs zu, den die Ausführenden relativ kurzfristig vorher auswählen. Auch hierüber lassen sich genauere Informationen auf den Seiten der einzelnen Konzerte seit dem Jahr 2002 nachlesen.

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das programm

Klassik, Tango, Jazz, Crossover zu 2, 4, 6, 8 Händen.
Das Barbara Maresch Konzert lebt zu einem Großteil von der Spontaneität. So wird auch dieses mal das Programm erst während des Konzerts offenbart.

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die künstler

Janna Polyzoides, Helmut Iberer, Simona Solce, Claudia Micheletti, Eike Straub, Uli Rennert, Jörg-Martin Willnauer, Andreas Woyke (mit Ensembles ... Bands ... ?)

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der gute zweck

Wir haben uns entschlossen,die Spendeneinnahmen Euro des diesjährigen Mareschkonzerts der privaten Organisation "Ärzte ohne Grenzen" zukommen zu lassen. Diese Organisation leistet auf freiwilliger Basis beispielhaft Hilfe in Katastrophengebieten und hat dafür 1999 den Friedensnobelpreis verliehen bekommen. Hier ein Auszug aus der Charta:

Ärzte ohne Grenzen ist eine private internationale Organisation. Die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Ärzte und Pflegekräfte, aber auch Vertreter zahlreicher anderer Berufe unterstützen aktiv die Arbeit. Sie verpflichten sich auf folgende Grundsätze:

Ärzte ohne Grenzen hilft Menschen in Not, Opfern von natürlich verursachten oder von Menschen geschaffenen Katastrophen sowie von bewaffneten Konflikten, ohne Diskriminierung und ungeachtet ihrer ethnischen Herkunft, religiösen oder politischen Überzeugung.

Im Namen der universellen medizinischen Ethik und des Rechts auf humanitäre Hilfe arbeitet Ärzte ohne Grenzen neutral und unparteiisch und fordert völlige und ungehinderte Freiheit bei der Ausübung seiner Tätigkeit.

Die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen verpflichten sich, die ethischen Grundsätze ihres Berufsstandes zu respektieren und völlige Unabhängigkeit von jeglicher politischen, wirtschaftlichen oder religiösen Macht zu bewahren.

Als Freiwillige sind sich die Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen der Risiken und Gefahren ihrer Einsätze bewußt und haben nicht das Recht, für sich und ihre Angehörigen Entschädigungen zu verlangen, außer diejenigen, die Ärzte ohne Grenzen zu leisten imstande ist.

Ausführliche Information zur Organisation unter www.aerzte-ohne-grenzen.at .

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der termin

Sonntag, 17. April 2005, 10.30 Uhr, Aula der Kunstuniversität Graz, Neubau, Brandhofgasse 21, 8010 Graz

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das tagebuch

Anfang März

Vorm PC. Es wird Zeit fürs Plakat. Doch dafür müssen erst mal aktuelle Photos aller Mitwirkenden her - junggeblieben sind wir alle, aber wir brauchen keine 20 Jahre alten Konterfeis, um das auch der Öffentlichkeit zu bekunden. Also - ran ans Telefon. Ich kann ja ohne Photos schon mal beginnen. Innerhalb kurzer Zeit entsteht ein Entwurf, der ganz und gar ohne Bilder auskommt. Das spart ungefähr die Arbeit ein, die das Design in Anspruch nehmen wird. Im Übrigen sind nur Claudia und Jörg-Martin meiner Bitte um Photos gefolgt. Na wundervoll ... aber diese beiden erstrahlen dafür in einem unvergleichlichen Glanz und werden sicher beim nächsten CD-Cover zum Einsatz kommen. Warum das erste, was ich auf meine leere Bitmap tippe, "Vino Tinto" heißt, weiß ich eigentlich gar nicht. Es passiert einfach. Und in diesem Moment ist mir völlig klar, daß wir diesen Pasillo von Fernando Garcia, den Klaus Johns für 8 unserer im Einsatz befindlichen Hände bereits anläßlich des letzten Mareschkonzerts arrangiert hatte, wieder spielen werden. Und der ganze Vormittag wird dieses Motto tragen - in besonderer Erinnerung an Klaus, dem wir dieses Konzert widmen möchten.

Mitte März


Auf einmal bekommt die Nummer ein Gesicht. Das, was in meinem Kopf seit beinahe einem Jahr in Form loser Harmoniefolgen herumgeistert, besitzt auf einmal ein Intro, eine prägnante Melodie und einen völlig neuen Schluß. Ich liebe den Frühling. Er spendet eine Inspiration, um die man in den langen, dunklen Wintermonaten oft verzweifelt kämpft. Mein Entschluß, dieses Stück mit der Band beim Mareschkonzert zu spielen, steht fest. Und einen Titel werde ich bis dahin wohl hoffentlich auch finden ...

1. April


Es hat gewirkt. Eike hat den Einsatz aber so was von präzise auf den Punkt erwischt! Ob das ohne meine etwas frotzelnde Bemerkung vom Tage zuvor bezüglich seines Nervenkostüms vor seinem ersten Einsatz auch so gegangen wär? Dafür, daß wir es fast ein Jahr nicht mehr gespielt haben und jeder mangels Notenmaterials einen aus Partiturresten selbst gebastelten Notenflickenteppich vor sich stehen hat, läuft "Vino Tinto" wirklich gut! Beinahe hätte uns dieser Höhenflug von dannen getragen, wäre da nicht - ebenso flügge - die Nachricht hineingeweht, daß eine nicht ganz kleine Organisation zur Förderung junger Talente ihr Preisträgerkonzert trotz unserer dezidierten Absicht, eine Terminkollision wie 2003 und 2004 zu vermeiden, in einer Nacht- und Nebelaktion punktgenau auf unseren Termin verschoben hat. Der zweite Aprilscherz des Tages, aber der erste meines Sohnes Daniel war besser. Ach so, es ist gar keiner? Aber wirklich wahr sein kann's nicht, oder? Na vorbildhaft! Da hilft nur noch ein kühles Blondes im Maiffredy, wo wir auch den ersten Programmentwurf machen und alles besprechen.

Erste Aprilwoche


Es hat mit dieser speziellen Frühlingsstimmung zu tun, die ich durch meine beiden Italienbesuche in den vergangen Jahren noch intensiver empfinde. Es hat mit viel Licht zu tun ... ein Gebet ans Licht. Der Programmentwurf ist fertig und ich nenne es schließlich "Adoration of Light". Die erste Probe mit der Band ist mehr als vielversprechend. Kein Wunder bei solchen Musikern! Der Probenplan ist ebenfalls fertig und wird circa fünf mal geändert. Ganz normaler Musikeralltag halt ...

Zweite Aprilwoche


Die bestellten CDs vom Mareschkonzert 2004 kommen mit dem Paketdienst - und entgegen mancher Befürchtungen sind alle unversehrt. Der von Frau Walchensteiner bereits mehrfach erwähnte eiskalte Kärntner Winter hat sie offensichtlich verschont ...

14. April


Heli hat nicht nur mein Gekritzel erfolgreich entziffert, sondern spielt die Nummer mit so viel Feeling, daß es eine wahre Freude ist. Nach einem Jahr Wartezeit kommt mein 2-Piano-Arrangement des 12. Children's Songs von Chick Corea nun endlich aufs Programm eines Maresch-Konzerts - gut Ding will ja bekanntlich Weile haben. Allerdings landet die an die Probe anschließende Pizza im Fontana, in deren Genuß ich nur aufgrund mangelnden Fassungsvermögens meines Duo-Partners und seiner Freundin Simona komme, erstaunlich schnell auf dem Teller und straft jenes Sprichwort Lügen, denn auch sie ist ausgezeichnet!

16. April


9 Uhr. Langsames Schlurfen dringt an mein Ohr. Ist er gerade erst aufgestanden? Langsam öffnet er die Tür. Daniel, seines Zeichens Tontechniker mit feinsten Ohren, eröffnet mir mit tiefen Ringen unter den Augen, daß es aufgrund eines ausgedehnten Gelages in der vergangenen Nacht erst eine Stunde später losgeht. Ok, 10 Uhr wiederkommen, in der Zeit Besorgungen machen.

10 Uhr. Langsames Schlurfen dringt an mein Ohr. Ist er gerade erst aufgestanden? Langsam öffnet er die Tür. Ich glaube, ich bin Wetterfosch Phil alias Bill Murray in "Und täglich grüßt das Murmeltier". War das nicht das Band von vor einer Stunde? "Ähm ... ja ... ich steh jetzt auf ..." Weia! - aber nur ruhig bleiben! Noch hat 7-Sterne-Bräu-Chili-Bier niemanden nachweislich umgebracht. Eine weitere Stunde später schaffen wir es tatsächlich zu Aufbau und Soundcheck in die Aula, wo Uli bereits mit Ewald und Gregor probt.

11 Uhr. "Straight, no Chaser" von Theolonius Monk soll unser All-Star-Blues am Ende des Konzerts werden. Wie Uli nach eines probeweise schon recht gelungenen gemeinsamen Jams über das Thema selbiges mit Coolness anspielt, sehe ich Speedy schon im Geiste die Nase rümpfen, warum wir nicht die "Vital Information" Nummer bringen - ebenfalls ein Blues auf F, aber schrill funkig und weitaus weniger cool als das Monk-Stück.

17 Uhr. Nach einer traumhaft gelungenen Version meiner "Adoration" drück ich sie ihm in die Hand. "Straight, no Chaser? Müss ma des spün?" Ich erkläre ihm, daß wir einen Blues in F als gemeinsamen Abschlußjam machen wollen, worauf er entwaffnend entgegnet:"Da hätt ma jo 'Au Privave' nehmen können, is jo aa a Blues in F, oba ned so a fades Thema ..." No way - wir spielen die Nummer an und ich schmunzele ob meiner fast perfekten Vorhersehung.

17. April


9 Uhr. Meine Bedenken, die Zwischentür zur Aula könnte wieder mal versperrt sein, zerstreuen sich schnell, denn unsere liebe Portiersdame Monika Russ ist schon da. CD-Tisch aufbauen, alles vorbereiten. Langsam trudeln die andern Musiker ein, ebenso auch die ersten Zuhörer.

10 Uhr. Ich warte auf meine Studenten, derer sechs sich bereiterklärt haben, die Spendenkörbchen am Einlaß zu halten. Aber bis 10.15 Uhr nehme ich mir vor, nicht in Panik zu verfallen, was allerdings nicht leicht ist, da ich bereits seit geraumer Zeit mein Schlüsselbund suche, an dem neben tausend privaten auch drei Schlüssel der Kunstuni hängen.

10.15 Uhr. Das Schlüsselbund ist wieder da, meine Studenten hingegen glänzen durch Abwesenheit. Gottseidank gibt es ein paar treue Zuhörer aus den andern Klassen, und so kann ich Ayumi, Studentin von Markus Schirmer, zumindest so lange gewinnen, bis meine eigene Studentin Kristina auftaucht und übernimmt.

10.30 Uhr. Wieder haben wir es geschafft, trotz erwähnter terminlicher Kollisionen die Hütte bis auf den letzten Platz zu füllen. Das Barbara Maresch Konzert ist eine Kultveranstaltung, die aus Graz nicht mehr wegzudenken ist. Nicht zuletzt auch dank Helis gewohnt persönlicher und lebendiger Moderation, mit der er auch durch diesen Morgen führt.
Janna eröffnet das Konzert mit einer spannenden, stimmungsvollen und sehr klangsinnlichen Interpretation der weithin unbekannt gebliebenen A-Dur-Variationen von Beethoven, bevor sie auf Geheiß von Klaus Johns den "Gok" - den tiefsten Ton des Klaviers - in dessen Komposition "Ezlo" vernichtet.
Weiter geht es mit meinem Arrangement des 12. Children's Songs von Chick Corea, den ich gemeinsam mit Heli spiele. Dieser setzt das Programm fort mit seiner Jazz-Trio-Version von Themen aus Händels Wassermusik gemeinsam mit Ewald Oberleitner (b) und Gregor Josel (dr) und seiner Freundin Simona. Genial umgesetzt - der alte George Frederick hätte es wohl ziemlich genau so geschrieben, würde er heute leben und mit uns regelmäßig im Maiffredy einkehren.
Jörg-Martin bringt die Lacher dieses Mal in der Rolle des hypochondrischen Wieners, dem, wenn er nicht ewig nörgelt, das Leben überhaupt gleichgültig ist, auf seine Seite, bevor Heli und Simona mit einem schwungvollen, ironischen Walzer von Poulenc fortfahren und uns aus der Wiener Morbidität herausholen.
Diesmal das 8-hands-Feature nicht für den Konzertschluß aufhebend, beenden wir - das sind Heli, Claudia, Eike und ich - den 1. Konzertteil mit Vino Tinto. Und diesmal ist es reif für die CD - nicht nur, weil es sehr schön gelungen ist, sondern weil auch die CD natürlich diesen Titel und Klaus' Namen tragen soll.
Monika und meine liebe Freundin Lisbeth spielen beim CD-Verkauf in der Pause ihren ganzen Charme aus und tun damit das i-Tüpfelchen dafür, daß das Geschäft so gut läuft wie selten zuvor bei einem Mareschkonzert.
Speedy und ich holen mit seinem "Bossa" - heute mal in recht kommoder Version - die Leute aus der Pause wieder in den Saal, bevor Eike und Claudia die restlichen 50% des klassischen Anteils zum Konzert beisteuern. Dies tun sie mit einer sehr fein und frisch interpretierten Komposition von Mozart, einem Allegro mit Larghetto-Einleitung. Danach führen sie uns in eine sehr andächtige Stimmung mit ihrem Arragement von Bachs "Jesus bleibet meine Freude".
Etwas Stimmungsvolleres hätte ich mir vor meiner "Adoration of Light" nicht wünschen können, denn auch das Publikum ist bereits ganz verzaubert. Uns - der Gruppe D'Yamba mit Speedy, Patrick, Mathias und mir - gelingt dann auch eine sehr spannungsvolle, späteren Feedbacks der Zuhörer zufolge sehr bewegende Fassung meines neuesten Stückes, mit der wir die Zuhörer weiter in dieser spirituellen Stimmung halten können.
Uli und Heli fahren fort mit "Elm" von Richie Beirach und die Mischung aus Meditation, Groove und ein bißchen Humor, mit der sie diese Nummer spielen, beeindruckt nicht nur deshalb so, weil es damit perfekt zum Schlußset von Uli, Ewald und Gregor hinführt, das aus "My Funny Valentine", "Words" (Eigenkomposition von Uli aus Anlaß eines Tango-Konzerts mit Klaus) und "I Hear a Rhapsody" besteht. Das Trio entzündet mit diesen drei Nummern - insbesondere der letzten - ein wahres Feuerwerk und bildet somit den fulminanten Abschluß des ganzen Konzerts. Nach nicht enden wollendem Applaus für alle Mitwirkenden bis hin zu rhythmischem Klatschen würde "Straight, no Chaser" fast gemütlich rüberkommen, aber Heli hat ein feines Gespür für knurrende Mägen hungriger Musiker, die dringend etwas zum Schnuckern brauchen! So rundet er den Vormittag mit einer kurzen Schlußmoderation ab - und nach fast 3 Stunden Programm ist auch ein begeistertes, aber dennoch ebenso hungriges Publikum nicht böse, wenn die Zugabe ausfällt.
In Rekordtempo zählen Lisbeth und Monika die Spendeneinnahmen und können uns eine stolze Summe von über tausend Euro verkünden - auch diesbezüglich wird das Konzert also ein voller Erfolg!

13.30Uhr. Gerüchte, beim Laufke gäbe es keinen Platz mehr, weil ihn nicht nur Musiker, sondern auch allerhand Zuhörer gestürmt haben sollen, zerstreuen sich gottseidank schnell. Der Umsatz dieses Stammrestaurants der Kunstuni wird mehr als zufriedenstellend sein und kein Magen wird diesen Ort knurrend verlassen. Die Lokalchefin hat alle Hände voll zu tun und Erinnerungen werden wach an die oft äußerst eigenwillige, um nicht zu sagen, bissige, aber stets amüsante Kommunikation zwischen der Dame und dem Mann, dem wir dieses Konzert aus vollem Herzen gewidmet haben: Klaus Johns.

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